The Journey July. Halbzeit. Zeit, innezuhalten.
- Melanie Klisch

- 14. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Es ist Juli. Die Sonne scheint, die Tage sind lang und heiß und irgendwie scheint alles ein bisschen langsamer zu laufen.
Der Juli ist auch die Mitte des Jahres und für mich damit die perfekte Gelegenheit, innezuhalten. Nicht, um zu bewerten, was noch fehlt. Sondern um bewusst wahrzunehmen, was bereits alles da ist.
Vor ein paar Tagen saß ich vor meinem Glücksmobil am Main. Stille umgab mich. Ich blickte aufs Wasser, atmete tief durch und ließ die vergangenen sechs Monate Revue passieren.
Und während ich dort saß und auf meinen Weg zurückblickte, wurde mir bewusst, wie unendlich dankbar ich für all das bin, was hinter mir liegt. Nicht nur für das Erreichte, sondern für den gesamten Weg. Für die Höhen und Tiefen, für das Gelingen und das Scheitern. Für meinen ganzen Weg. Denn erst alles zusammen hat mich dorthin geführt, wo ich heute stehe. Ich bin dankbar nicht nur für meine Erfahrungen, sondern auch für die Menschen an meiner Seite.
Die Positive Psychologie sagt dazu, dass Glück nicht darin besteht, ein Leben ohne Herausforderungen zu führen. Glück entsteht dann, wenn wir unseren Erfahrungen einen Sinn geben, unsere eigenen Stärken erkennen und den Mut finden, unseren Weg mit Zuversicht weiterzugehen. Sonja Lyubomirsky fasst es so zusammen: Glück ist nicht etwas, das erst kommt, wenn wir erfolgreich sind. Es ist vielmehr eine Kraftquelle, die uns hilft, auch schwierige Zeiten zu meistern, wieder aufzustehen und unseren Weg mit Zuversicht weiterzugehen.
Wenn ich meinen Gedanken freien Lauf lasse, sehe ich meinen ganzen Weg, der hinter mir liegt.
Ich sehe eine Scheidung, die schmerzhaft war, aber mich auch gelehrt hat, wieder auf mich selbst zu vertrauen. Ich sehe einen Umzug und eine komplette Renovierung. Eine Zeit voller Zweifel, Erschöpfung und bewältigter Herausforderungen.
Ich sehe meine Weiterbildungen und all den Mut, den ich aufgebracht habe, um mein Business weiterzuentwickeln. Ich habe alt Gewohntes losgelassen und Neues in mein Leben integriert. Meinen Bootsführerschein gemacht und Ideen Wirklichkeit werden lassen.
Und ich sehe eine Frau, die früher nie geglaubt hätte, dass all das einmal möglich sein würde.
Heute weiß ich, wer ich bin. Ich weiß, wofür ich stehe. Ich weiß, was ich in meinem Leben erreichen möchte. Und ich weiß genauso klar, was ich nie wieder in meinem Leben möchte.
Und vor allem bin ich glücklicher als je zuvor!
Vielleicht möchtest du dir auch die Zeit nehmen dein persönliches Fazit zur Halbzeit des Jahres zu ziehen. Wo stehst du heute? Worauf kannst du mit Stolz und Dankbarkeit zurückblicken? Was hat dich wachsen lassen? Und welchen Weg möchtest du in der zweiten Jahreshälfte weitergehen?
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